05 Nov

Unfassbar

Unfassbar…

In den letzten Tagen erhielt ich viele Zuschriften und Nachrichten, die  mein Herz  in diesen schweren Tagen sehr erfreuen, mir Trost zusprechen und mich gleichzeitig etwas in Verlegenheit bringen. So viele wohlwollende Menschen!

 

Liebe Puppentheaterfreunde, ich weiß noch nicht, wie es weitergeht. Was für ein riesen Loch der Verlust meiner festen Spielstätte in mein Leben reißt, hab ich schon erläutert.

Danke für jedes nette Wort, für jede Anteilnahme und sogar praktisches Hilfeangebot- einfach irre toll sowas.
Es ist schon fatal. Mein Leben lang wollte ich nie auf Hilfe angewiesen sein, hab stets mehr gegeben, als genommen, und nun wendet sich das Blatt so unverschuldet, unnötig und abrupt.

Und, weil es nun tatsächlich schon mehrfach angesprochen wurde, mich auch finanziell unterstützen zu wollen, springe ich über meinen großen Schatten und teile mal mit, wie das möglich ist. Ich bitte, zu beachten, dass ich als freiberuflicher Puppenspieler nicht berechtigt bin, eine Spendenquittung auszustellen. Inwieweit ich Ihnen evtl. eine Gegenleistung anbieten kann, kann ich momentan auch nicht sagen. Wahrscheinlich werde ich im kommenden Jahr eine große Benefizvorstellung, zugunsten eines Projektes Ihrer Wahl geben. Oh ja, das ist gut! 🙂 Genaueres gebe ich noch bekannt.

Wenn Sie wirklich möchten, können Sie einen Betrag:

a) per Paypal an die E-Mailadresse post@puppentheater-vollmann.de (als private Überweisung, sonst werden Gebühren abgezogen)

b) direkt auf´s Konto überweisen

(Die Bankverbindung bitte ggf. erfragen)

Innerlich bewegt danke ich Ihnen sehr für Ihre wohlwollende Meinung, Ihre lobenden und lieben Worte und Ihre Hilfe.

04 Nov

Puppentheater Rehefelder Strasse- was nun?

Jeden Morgen frage ich mich, ob ich nicht vielleicht überragierte, in dem ich meine Vorstellungen im Puppentheater Rehefelder Strasse so kurzfristig gecancelt habe.

Auf der anderen Seite, inwieweit kann man schon überreagieren, wenn man vor einem halben Jahr nur knapp dem Krankenhaus entgangen ist, weil drei (!) beherzte Passanten den heimtückischen Angreifer von mir abgehalten haben? Damals schon musste ich einige Vorstellungen ausfallen lassen, weil ich nicht mehr spielen konnte. Und nun, wird mehreren Personen gegenüber geschworen, „es diesmal zu Ende zu bringen“ und man käme dazu ins Puppentheater, außerdem weiß man wo ich wohne.

Nein, ich denke es war eine richtige Entscheidung. Sie fiel mir aber alles andere als leicht, das kann man mir glauben.

Als ich vor etwa 14 Jahren mein Puppentheater in Pieschen eröffnete, war noch nicht absehbar, dass sich der Stadtteil mal zu einem der gefragtesten entwickeln würde. Meine Wahl fiel bewusst, weil ich hier etwas anbieten wollte, was man sonst nur im Stadtzentrum oder allenfalls in der Neustadt tun würde. Die ersten 5-6 Jahre waren dabei nur durch die zusätzlichen Gastspiele zu überbrücken.
Mit dem Theater erfüllte ich  mir nicht nur einen Traum, sondern ich baute auch mein Leben darauf auf, und es ist irgendwie mein „Kind“ geworden. Und für´s nächste Jahr hatte ich tolle Pläne, auch sollten neue Projekte hinzukommen.
Allein mit dem Wegfall der Vorstellungen in diesem November und Dezember verliere ich ein Fünftel meiner diesjährigen Einnahmen. Und wenn ich auch zukünftig nur noch Gastspiele machen kann, fehlen im Jahr ganze zwei Drittel. Dabei wird man eh nicht reich damit, sondern kommt allenfalls über die Runden. (Mein Auto ist zum Beispiel 18 Jahre alt, und einen Kurzurlaub hab ich in diesem Jahr das erste Mal gemacht.)

Was ich in den letzten Tagen erfahre, ist so viel Anteilnahme und Zuspruch von meinen wertgeschätzten Besuchern und Puppentheaterfreunden. Auch möchte man mir gern helfen. Von „öffentlichkeitswirksamen Aktionen“ war die Rede, sogar einen Spendenaufruf wollte jemand starten. 🙂 Und eine seriöse sächsische Tageszeitung wollte einen Artikel schreiben.

Es tut so gut, zu sehen, dass das, was ich hier aufgebaut habe, nicht nur ein netter Zeitvertreib für die Gäste war, sondern einen festen Platz in der Stadt erhielt.

Natürlich kann ich hier nicht wirklich erzählen, um was es geht. Es ist an sich ein privates Problem eines Menschen, der mich für Dinge verantwortlich macht, für die ich nichts kann. Eigentlich kenne ich ihn gar nicht. Ich habe niemanden etwas getan. Aber leider sind für manche Menschen Fakten und Argumente keine Realität, wenn Hirnwindungen offenbar etwas simpel verknotet sind. Vom bedauernswerten Ausgang, ähnlicher Problematiken konnte man schon mehrfach hören und lesen. Darauf will ich es nicht ankommen lasssen. Eine öffentliche Debatte würde solche Leute nicht etwa abschrecken, sondern sie nur bestärken. Stolz ist ja so ein dummer Ratgeber!
Die staatlichen Behörden sind natürlich eingeschalten- schon seit langem, jetzt wieder, und nicht nur in meinem Fall.

Wie man mir helfen könnte, weiß ich nicht. Meinen finanziellen Verlust und die Unsicherheit, wie ich die kommenden Monate und die Zukunft überstehe, kann ich nicht auf meine Gäste abwälzen, obwohl ich weiß, dass dazu Einige bereit wären, wie ich es schon vor ein paar Jahren, bei der Anschaffung der Lichttraverse, erleben durfte. Ich könnte ja nicht mal eine Spendenbescheinigung ausstellen.
Natürlich gäbe es Möglichkeiten- über Paypal auf die E-Mailadresse des Puppentheaters zum Beispiel- das nur mal nebenbei für „ganz Unverbesserliche“ 🙂 (in dem Fall bitte als Privat-Überweisung tätigen, ansonsten fallen prozentuale Gebühren an).

Jeder meiner Besucher kennt doch die räumlichen Bedingungen und kann sich vorstellen, was in etwa notwendig wäre. Vielleicht weiß jemand einen Raum, ein Kulturhaus oder eine Gaststätte, in dem/der ich kurzfristig die Vorstellungen doch noch durchführen kann oder in dem ich mit dem Puppentheater mittelfristig ausweichen könnte. Ich denke, es würde eine Bereicherung für den Ort. Im selben Stadtgebiet geht es jedenfalls nicht.

Im Moment versuche ich halbwegs zu organisieren, was notwendig ist. Privat muss ich auch umziehen und mich zukünftig aus der Öffentlichkeit mehr raushalten, als bisher.

Danke für den Beistand und die Unterstützung.

Wenn Sie wissen möchten, wie es weitergeht, abbonieren Sie doch die Theater-News.

01 Nov

EILMELDUNG – Vorstellungen fallen aus!

Nach dem nach der schweren Körperverletzung im April sechs Monate Ruhe war, gab es in den letzten Tagen wiederholte und diesmal massive Drohungen gegen mich und das Theater. Aufgrund derer bin ich leider gezwungen, erstmal alle zukünftigen Vorstellungen im Puppentheater Rehefelder Strasse abzusagen. Eine Sicherheit kann anders nicht gewährleistet werden.

Wie es weitergeht, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

Es tut mir leid und hoffe auf Ihr Verständnis.

Weitere Informationen wird es ggf. hier auf der Internetseite geben. Am besten gleich die Theater-News abonnieren.

23 Okt

von Fehlermeldungen bei der Reservierung

In der Vergangenheit kam es bei einigen Nutzern der Homepage vor, dass bei der Reservierung, nach Klicken auf „Senden/ Abschicken“ die Nachricht nicht versendet wurde, stattdessen eine seltsame Mitteilung mit der Aufforderung der Auswahl des Downloads auftauchte. Es gibt auf der Seite mit dem Reservierungsformular aber gar keinen Download.

Wenn ich die Formulare dann testete, funktioniert immer alles einwandfrei- vom PC, Laptop und auch Smartphone.

Durch Nachfragen kristallisierte sich heraus, dass es sich in der Regel um Rechner handelte, die bei öffentlichen Arbeitgebern oder großen Firmen stehen. Ich vermute, dass da eine Sperre existiert.

Ich bitte Sie, in so einem Fall mich einfach anzurufen- die Reservierung können wir dann auch telefonisch erledigen.

06 Okt

Brunnenkobold zu Gast

Liebe Puppentheaterfreunde

Am Sonntag ist es wieder mal so weit: wir bekommen Besuch im Puppentheater, und ich kann endlich selbst mal Zuschauer sein.
Mein lieber Kollege Raimund Backwinkel (Puppenbühne Spinnrad) aus Bautzen spielt für uns

„Der Brunnenkobold“

– eine wirklich nette Geschichte für die ganze Familie.

Einen Einblick dazu:
Seit vielen Jahren holt sich Opa Kornelius sein Wasser aus dem Brunnen.
Plötzlich meldet sich ein gewisser Herr von Schnulzenbach und verlangt viel Geld für das Brunnenwasser. Florian, ein musizierender Wanderbursche, will dem Opa helfen. Das gelingt erst einmal nicht. Doch im Brunnen lebt ein Kobold. Ein kauziges, aber liebes Kerlchen. Er hilft denen, die in Not geraten sind. Habgierige Menschen mag er überhaupt nicht.

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