23 Dez

Reservierungsding return

Die Praxis mit den Reservierungen im Puppentheater hat mir in den vergangenen fast 15 Jahren noch nie so viel Sorgen bereitet, wie im letzten halben Jahr.
Nicht meine eigene Vorgehensweise, sondern vielmehr der Umgang der Reservierenden mit dieser Möglichkeit.

Das Ding ist doch: Eine Reservierung ist ja meinerseits ein Versprechen „Diese Familie lass ich rein.“ Eine Garantie für mich, dass die Familie dann auch kommt ist aber nicht gegeben. Die Karten vorher fest verkaufen möchte ich nicht, weil gerade mit kleinen Kindern selbst am Veranstaltungstag noch so viel dazwischen kommen kann, dass ein Besuch des Puppentheaters unmöglich machen könnte. Ich weiß das, ich hattte auch mal zwei kleine Kinder. Und dann hätte man die Karten umsonst, und der Ärger wäre groß.

Im Puppentheater in Pieschen bewährte sich die Regelung, nur etwa 2 Drittel der Plätze zu reservieren (also zu versprechen) und den Rest der Karten ansonsten normal anzubieten.

Weitere Besucher, die nicht mehr reservieren konnten, mussten/konnten es auf gut Glück versuchen, versuchten es oftmals einfach und kamen meistens noch in die Vorstellung, zum Einen, weil die Reservierten nur bis 15 Minuten vor der Vorstellung Zeit hatten, die Karten abzuholen, aber auch Dank der netten anderen Besucher, die etwas zusammengerückt sind.

Da ich aber in den letzten Monaten sehr oft erklären musste, was es mit dieser Vorgehensweise auf sich hat und auf wenig Verständnis stieß (als gäbe es auf eine Reservierung einen Anspruch), änderte ich das kürzlich dahingehend, dass nun restlos alle Plätze reservierbar sind. Weitere Reservierwillige muss ich so natürlich absolut ablehnen, weil ja theoretisch keinerlei Chance besteht.
In den letzten Tagen aber musste ich (insbes. in Dresden) leider feststellen, dass Reservierungen zwar gern getätigt aber die Karten dann leider nicht immer auch in Anspruch genommen werden. Heute Vormittag waren es zum Beispiel 11 Personen, die nicht gekommen waren. Die fehlenden Plätze werden dann nicht mehr aufgefüllt, weil ich die weiteren Besucher ja auf andere Tage vertrösten musste.
Dass dem Theater dadurch Geld verloren geht, ist dabei nur ein Randproblem. Viel ärger ist mir der Umstand, dass ich mehrere Familien absagen musste, die dann leider nicht ins Puppentheater gehen konnten. Das ist traurig.

Daher werde ich ab Januar wieder zur langbewährten Praxis zurückkehren und nur noch soviele Plätze reservieren, wie nach subjektiver Einschätzung versprechbar sind. Sollten mehr Besucher gekommen sein, als ich noch freie Karten habe, werde ich ab 15 Minuten vor der Vorstellung auch die reservierten weiter verkaufen.

Ich bitte um Entschuldigung für das Hin und Her und um Verständnis. Mein Anliegen ist es stets, möglichst allen Beteiligten gerecht zu werden.

Ich wünsche eine gesegnete Weihnachtszeit und viel Spaß und gute Unetrhaltung bei Ihrem nächsten Besuch im Puppentheater.